Was ist ist denn grade los?


Das Konzept für das Crowd Funding steht. Alex arbeitet schon an der neuen Homepage.
Ich schreibe Texte und Brigitte trägt Bilder zusammen.
Im Ammersee Kurier Spezial erscheint ein Artikel „Wie geht es Dir „Sir Shackleton“ – und wie geht es weiter?“


Die Vorarbeiten laufen an und ich bin gespannt, wie die Resonanz sein wird. 
Bekommen wir genügend Geld zusammen?

Die SIR in der Werft

Termin in der Werft

Heute Termin mit Christoph Hagenmeier von der Steinlechner Werft auf der „Sir“.
Er war sehr positiv überrascht, wie gut der Rumpf den Untergang verkraftet hat. Der Lack außen muss nicht erneuert werden, der ist noch völlig ok.

Im Achterschiff, wo der Motor war, sieht es dagegen nicht so gut aus. Aber das habe ich schon bei den Abrissarbeiten der Möbel gesehen. Einige Spanten sind gebrochen, viel Brettchen und Leisten und Baumwolle um die Lecks so gut wie möglich zu versorgen. Man kam wegen dem Motor nie in diesen Bereich ran. Nun, wo der Motor raus ist, kann man alles gut sehen und kommt gut ran. Da machen wir alles neu.

Er will noch ins Achterschiff krabbeln um vor allem den Bereich um den Wellendurchbruch anzusehen. Das könnte nochmal spannend werden. 
Das Motorfundament ist gut und kann wieder verwendet werden. Den Unterbau des Cockpits machen wir wohl stabiler und besser.

Das riesige Schaltpult im Cockpit fliegt raus, das schafft Platz. Die notwendigen Bedienelement und Anzeigen kommen ganz schlank an den Besanmast.
Christoph empfiehlt insgesamt alles schlank und einfach zu machen. Weniger ist mehr. Nur die notwendigen Instrumente wie Logge und Lot werden erneuert.
Lichter natürlich noch.

Auch innen sieht der Rumpf gut aus. Im  Salon sind  einige Decksbalken kaputt – nichts großes.
Bei der Maschine haben wir uns auf 30- 40 PS Diesel verständigt. Natürlich muss die Tankanlage und die Auspuffanlage neu gemacht werden. So viele Rumpfdurchlässe wie möglich wollen wir schließen und die, die nötig sind, bekommen neue Seeventile. 

Christoph ist der Ansicht, dass die „Sir“ zu schade fürs Verschrotten ist. Dazu ist sie insgesamt in zu gutem Zustand. Der Großmast hat im Topp gelitten. Bei de Masten müssen bald abgezogen werden, damit sie trocknen können.
Allzu lange sollte das Schiff nun nicht mehr auf dem Freigelände stehen. Wenn es nun warm wird, dann trocknet sie zu schnell aus und der Lack am Rumpf bekommt Risse. Christoph will sie spätestens Mai in die Halle holen, damit sie nicht in der Sonne steht.

Nun gilt es das Crowd Funding auf den Weg zu bringen, damit wir den Startschuss für die Instandsetzung bei der Werft geben können.
Hilf mit!

Rational…….

Rational betrachtet ist es völliger Blödsinn, ein 110 Jahre altes Holzschiff nach einem Untergang wieder Instand setzen zu wollen.
Rational betrachtet gibt es viele andere Schiffe, die man kaufen könnte.
Aber was ist beim Segeln schon rational??
Die pure Lebensfreude, wenn der Wind die Haare wuschelt, der Bug das Wasser kraftvoll zur Seite  wirft und die Bugwelle rauschen lässt?
Nein, es ist nicht rational. Es ist Leidenschaft und Lebensfreude.

Die „Sir“ braucht Hilfe.

Die Idee, ein Crowd Funding Projekt zu starten um die Instandsetzungskosten zu bestreiten, reift jeden Tag weiter. So machen wir es.
Wie beim Segeln auch: Einer für alle und alle für einen.

Oder im übertragenen Sinne:

Das Schiff für die Crew – die Crew für das Schiff.

Die Kojen nach dem Untergang

Nachdenken …

07.02.2021

Nach langem Nachdenken wird mir klar, dass die Frage nie war, ob die „Sir“ wieder segeln wird.
Die Frage muss richtig lauten: Wie ist das zu bewerkstelligen?
Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch kann ich aber heute sagen:
Es ist entschieden! Die „Sir“ wird wieder segeln.
Es  fühlt sich gut und richtig an.

Abenteuer oder Krise?

„Eine Krise ist ein nicht akzeptiertes Abenteuer –
das Abenteuer ist eine akzeptierte Krise“
– der großartige Patrick Piccard –
In vielen Vorträgen, Trainings und Coachings habe ich ihn zitiert.
Glaube ich an das, was er sagt?
Habe ich die Krise, die Instandsetzung schon akzeptiert?
Es wird ein Abenteuer. Ein echtes Abenteuer.
Ausgang ungewiss, es kann immer scheitern und schiefgehen.
Viele Herausforderungen, Mühen.

Aber auch viele kleine Siege, Triumphe wenn wieder ein Stück geschafft ist.
Bis hin, wenn sie wieder zu Wasser gelassen wird, die Masten stehen und sich die weißen Segel füllen. 
Ja, es ist ein Abenteuer.
Abenteuer brauchen Mut.
Mut bedeutet nicht ohne Angst vorm Scheitern zu handeln.
Mut bedeutet trotz Angst zu handeln.

Ein neues Jahr ohne die „SIR“

Nun ist das Jahr 2020 rum. Dieses schwierige Jahr. Corona hat die Welt überzogen und belässt so gut wie  nichts, wie es vorher war und unser Schiff, die „Sir Shackleton“ ist in den frühen Morgenstunden des 18.08.2020 untergegangen. Was eigentlich unvorstellbar ist. So oft waren wir an Bord wenn es ordentlich gepfiffen hat. Ruhig, gelassen und souverän lag sie im Wasser und segelte vor sich hin. Sie strahlt so viel Robustheit und Stabilität aus. Nie im Leben konnten wir uns vorstellen, dass dieses Schiff sinken könnte. Doch, sie konnte. 

Sie fehlt mir und die Vorstellung, sie vielleicht nie mehr segeln zu können, ist kaum auszuhalten. 
Die Schäden nach dem Untergang sind enorm. Das Schiff ist leer. Praktisch alle Möbel sind rausgerissen, unser guter, alter Mercedes OM 363 Dieselmotor ist ausgebaut, die Elektrik ist komplett raus.
Und jedes mal, wenn ich nun an Bord gehe, müsste ich doch eigentlich verzweifeln über den traurigen und tristen Anblick. Tu ich aber nicht.
Ich kann sie spüren. Sie ist nicht tot, sie atmet, fast so als hätte sie sich befreit von altem Holz und Ballast.
Die Instandsetzung ist ein großes Projekt. Viel Arbeit, viele Schwierigkeiten.
Die Steinlechner Werft veranschlagt 50.000,—bis 65.000,— Euro.
Die hab ich nicht.

Aufgeben?

Die „Sir“ aufgeben?

„Nicht Dein Ernst, Paps“ sagt meine Tochter.
„Du warst immer so glücklich, wenn Du sie gesegelt bist. Und bei Schitwetter hat sie Dich immer sicher und gut nach Hause gebracht. Und jetzt, wo sie Deine Hilfe braucht denkst Du darüber nach sie zu verschrotten? Nicht Dein Ernst!“

Bin nochmal zum Winterlager und an Bord geklettert.
Leer, kalt, zerzaust und zerfleddert steht sie da. Ich setze mich auf den Rest der Sitzbank im Salon und lausche – in mich und in das Schiff.

„Los, gehs an! Viel zu tun. Bring mich in Ordnung. Mach mich klar zum Auslaufen. Ich will aufs Wasser“.
So murmelt es im Gebälk des Rumpfes. 

Der Salon Tisch der Sir

Projekt Salontisch Rettung geht los !

Nachdem der Kompass ganz Geheim in meiner Werkstatt aufgehübscht wird ist nun der Tisch aus dem Salon dran.

Gestern waren wir wieder beim Schiff das ja jetzt schon im Winterlager liegt und haben noch die restlichen Arbeiten gemacht. Es kam noch einiges an altem Holz raus aus dem Schiff und wir hab noch die Holzfeuchte gemessen. Dabei haben wir auch den Salontisch ausgebaut der jetzt bei mir ist .

Der arme Tisch ist dann heute wieder komplett Nass geworden weil er ein Grundreinigung mit dem Hochdruckreiniger bekam . Bin gespannt wie der Tisch sich dann macht wenn er fertig ist 😉 .

Der ganze Tisch war mit dem feinen Schlamm beschmutzt und musste gereinigt werden . Nachdem ich ihn gereinigt habe muss er erstmal richtig lange Trocknen.

Nach einigen Wochen, als er dann einigermaßen Trocken war hat sich gezeigt das sich der Tisch derweilen an einigen Stellen verzogen hat.